Und täglich grüßt das Murmeltier – ein weiterer sonniger Morgen bricht an. Aber im Ernst: Was gibt es beim Wandern Schöneres als traumhaftes Wetter? Ich bin einfach dankbar, dass seit Tagen die Sonne scheint und es zumindest von oben trocken bleibt.
Die Nacht auf knapp 1.000 Metern war mit 10 Grad überraschend angenehm. Ich habe wunderbar geschlafen und freue mich auf das Frühstück mit Blick in die weite, stille Landschaft. Doch kaum ist der Tee ausgetrunken, treiben uns die stechenden Freunde in die Zelte zurück. Die Mücken haben heute eindeutig den Frühdienst übernommen.
Wir bummeln nicht lange beim Packen und sind bald wieder unterwegs. Noch etwa 2,5 Kilometer querfeldein, dann treffen wir auf den Pfad, der vom Litjskarven herunterkommt.
Schon von weitem erkennen wir die alten Bergbaugebäude – zwei Wohnhäuser, eine kleine Kapelle, ein Toilettenhäuschen mit nummerierten Türen. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, und auch wir gönnen uns eine kurze Pause. Sogar ein Wasserhahn ist da – das frische, klare Wasser schmeckt nach Bergen und Freiheit.


Dann weiter. Unten im Tal erwartet uns eine Schotterstraße – und mit ihr die Hitze. Der Weg ist trocken, die Luft steht, und der Schweiß brennt in den Augen. Noch gut 7 Kilometer, dann beginnt der Aufstieg zur Kjølihytta.
Die erste Erfrischung bringt ein kleiner See am Weg. Schuhe aus, Füße rein, Wasser über Gesicht und Nacken. Dazu ein kleiner Imbiss – wir tanken Energie und genießen die Pause.
Dann das letzte Stück. Wir sehen eine Herde Rentiere über ein gewaltiges Schneefeld ziehen – ein Anblick wie aus einem Bildband. Kurz darauf taucht die Hütte vor uns auf. Und was für eine Hütte: Auf der einen Seite der Blick über einen stillen See, auf der anderen öffnet sich der Horizont zu den Bergen an der Grenze zu Schweden. Wir sind uns einig – das ist eine der schönsten Hütten bisher.

Jetzt wird erst mal eine Dose eingelegter Ananas gegessen, um den Zuckerhaushalt ins Lot zu bringen. Danach gibt es Kaffee mit einer etwas zu kleinen Tafel Schokolade, um den Zuckerhaushalt zu stabilisieren.
Später machen wir eine kleine Siesta und gleiten langsam ins Abendessen über. Satt, sonnenverwöhnt und rundum zufrieden genießen wir den Abend auf der Kjølihytta.
Sau gut mitzulesen wie du so gut gelaunt nach Norden läufst. Da juckt’s doch gewaltig auf dem Bürostuhl.. Liebe Grüsse aus Züri
Hallo Helmut,
das klingt ja superschön 🤩. Norwegen bei Sonne ist auch gleich nochmal so schön. Genieße es weiterhin.
All the best,
Sabine
Hallo liebe Sabine, ja da hast du vollkommen Recht. LG Helmut
So cool, dass ihr zu zweit geht!! Es ist immer noch Matze oder?
Heute ist SA, ich glaub ich werd beim Thalia nach einen Bildband schauen……
Ach, du liebes Fernweh.
Hallo Ni, ja ich bin noch ein paar Tage mit Matze unterwegs. Dann trennen sich unsere Wanderwege leider wieder.